Stadtwerke Wuppertal

Die Stadt Wuppertal wird von der Wuppertaler Stadtwerke GmbH (WSW) als Holding mit Energie und Wasser versorgt. Die Steuerung der Versorgungsdienstleistungen erfolgt in Tochtergesellschaften. Neben dem Kerngeschäft der Belieferung mit Strom, Erdgas, Fernwärme und Trinkwasser fungieren die Stadtwerke Wuppertal auch als Verkehrsdienstleistungsunternehmen. Der gesamte Konzern beschäftigt ca. 2.900 Mitarbeiter.

Die Geschichte der Gasversorgung von Wuppertal begann 1838 mit einem Vertrag zwischen Elberfeld und einem bergischen Konsortium. 1845 wurde das Gaswerk erbaut und ging 1876 in das Eigentum der Stadt Barmen über. Währenddessen waren noch zwei weitere Gaswerke in Elberfeld und Ronsdorf errichtet worden. 1879 wurde das Grundwasserwerk Benrath für die zentrale Wasserversorgung erbaut und 1887 erfolgte der Bau des ersten Elektrizitätswerkes in Elberfeld. Im Jahr 1910 wurde zur Sicherung der Versorgung das Gemeinschaftswerks Hattingen GmbH von der Stadt Barmen und der heutigen RWE AG gegründet. Ein Jahr später stellte die Stadt die Eigenerzeugung von Gas ein und schloss einen Liefervertrag mit der August Thyssen Hütte. 1912 wurde das Gemeinschaftswerk Hattingen in Betrieb genommen. Zeitgleich wurde die Kerspe-Talsperre von der Stadt Barmen erbaut. 1921 erfolgten die ersten Schritte in Richtung Fernwärmeversorgung und 1929 wurden sämtliche Versorgungsbetriebe zu den Städtischen Werken Wuppertal zusammengefasst. 1948 schließlich erfolgte dann die Gründung der Wuppertaler Stadtwerke AG unter der die Versorgungsbetriebe sowie die Wuppertaler Bahnen AG zusammengefasst wurden. Zwischen 1968 und 1970 wurde von Stadt- auf Erdgas umgestellt. Im Jahr 2007 wurden die Wuppertaler Stadtwerke umstrukturiert und die einzelnen Versorgungsbereiche wurden an einzelne GmbHs verteilt.

Der Eigenanteil des Stroms, den die Wuppertaler Stadtwerke an die Haushalte liefern, stammt zum Teil aus den zwei Heizkraftwerken in Barmen und Elberfeld. Für die Zukunft bestehen weitere Kapazitäten über die Beteiligung am Steinkohlekraftwerk der GDF Suez Energie Deutschland. Das gelieferte Trinkwasser beziehen die Wuppertaler Stadtwerke aus der Kerspe- und der Herbringhauser Talsperre vom Wasserwerk Herbringhausen, aus dem Wasserwerk Benratz und über die Fernwasserversorgung von der Große Dhünn-Talsperre. 66% der Wuppertaler Haushalte heizen mit Erdgas. Die Wuppertaler Stadtwerke versorgen ihre Kunden über ein 930 km langes Versorgungsnetz. Fernwärme steht in Wuppertal entlang der Wupper und rund um die Müllverbrennungsanlage zur Verfügung. Das Leitungsnetz soll jedoch in Zukunft weiterhin bedarfsgerecht ausgebaut werden.

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