Stadtwerke Tübingen

Seit über 140 Jahren versorgen die Stadtwerke Tübingen die Stadt und das Umland mit Energie und Wasser. Der Bäder- und Parkhausbetrieb, der Öffentliche Personennahverkehr und die Telekommunikation sind weitere Geschäftsfelder der Stadtwerke. In verschiedenen Beteiligungen im Energielieferungs- und Entwicklungssektor arbeiten die Stadtwerke Tübingen unter anderem an innovativen Lösungen und der Weiterentwicklung regenerativer Energieträger.

1862 brannten die ersten Gaslaternen der Stadt Tübingen. Betrieben wurden sie von dem eigens dafür errichteten Gaswerk. 1879 folgten die ersten zentralen Wasserversorgungsleitungen und 1902 ging das erste Tübinger Elektrizitätswerk in Betrieb. Aufgrund des steigenden Bedarfs wurde 1906 ein zweites Gaswerk erbaut, das auch die Haushalte belieferte. Seit 1930 liefen sämtliche Versorgungsbetriebe unter der Dachgesellschaft der Stadtwerke Tübingen als Eigenbetrieb der Stadt. Schon 1948 wurde Gas aus Reutlingen bezogen und 1968 wurde die Lieferung von Fernwärme als neuer Betriebszweig gegründet. Die Stadtwerke Tübingen werden 1982 vom städtischen Eigenbetrieb in eine GmbH umfirmiert. Mit der Gründung der Gemeinschaftskraftwerk Tübingen GmbH in Kooperation mit dem Land Baden Württemberg erfolgt der Einstieg in das Kraft-Wärme-Kopplungs-Verfahren. In den Folgejahren entstehen neue Betriebszweige: 1995 der Verkehrsbetrieb, 1997 der Parkhausbetrieb und 1998 erfolgt mit der Gründung der TüNet GmbH der Einstieg in die Telekommunikationsdienstleistungen.

Der Strommix der Stadtwerke Thüringen besteht zu etwa 57% aus fossilen und sonstigen Energieträgern, der Anteil an Kernkraft beträgt etwa 21%. Strom aus regenerativen Energiequellen macht 22% des gesamten Lieferumfangs aus. Der eigen erzeugte Anteil der Stadtwerke Tübingen beträgt 30%. Der Strom kommt unter anderem aus dem Gemeinschaftskraftwerk Tübingen, mehreren Laufwasserkraftwerken, Fotovoltaikanlagen. Mittelfristig ist die Errichtung weiterer Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen geplant. Die Stadtwerke Tübingen versorgen nahezu das gesamte Stadtgebiet und den Großteil der Stadtteile mit Erdgas. Das bestehende Versorgungsnetz wird ständig bedarfsgerecht erweitert und modernisiert. Über verschiedene Teilnetze liefern die Stadtwerke Tübingen Fernwärme aus mehreren Heiz- und Heizkraftwerken. Insgesamt drei Blockheizkraftwerke beliefern die angeschlossenen Haushalte mit Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung. Die Heizzentralen ergänzen den Bedarf. Aufgrund der Bodenseenähe beziehen die Stadtwerke Tübingen 75% des Wassers von dort. Das restliche Viertel stammt aus dem Grundwasser des Neckartals. In Aufbereitungsanlagen wird das Wasser zur Erlangung einer mittleren Härte gemischt.

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