Stadtwerke Trier

Die Erdgas-, Strom-, Fernwärme- und Wasserversorgung der Stadt Trier liegt in der Hand der Stadtwerke Trier. Das Umland wird mit Erdgas und Trinkwasser beliefert. Als öffentlich rechtliche Gesellschaft gehören die Stadtwerke zu 100% der Stadt Trier. Neben den Kerngeschäftsfeldern im Versorgungsbereich fungieren die Stadtwerke als Abwasserentsorgungs-Unternehmen, betreiben den öffentlichen Personennahverkehr von Trier, mehrere Parkhäuser sowie das städtische Bad. Verschiedene Tochtergesellschaften decken die einzelnen Aufgabenbereiche ab.

Die öffentliche Gasversorgung der Stadt Trier begann 1843 mit der Unterzeichnung eines Konzessionsvertrages über die Straßenbeleuchtung mit eigen produziertem Gas. Ein Jahr später wurde die Gasanstalt eröffnet. Der Vertrag machte erst ab 1900 den Bau eines Elektrizitätswerkes möglich. In diesem Jahr ging die Gasproduktion an die Stadt über. 1882 begann der Bau des ersten Grundwasserwerkes für die Versorgung des Stadtgebietes mit Trinkwasser. Im Zuge des steigenden Wasserbedarfs wurden in den folgenden Jahren weitere Wasserwerke errichtet.1928 wurden die Elektrizität erzeugenden Anlagen der Stadt Trier aufgrund der Inflation an die RWE verkauft. 1964 wurde die Eigenproduktion eingestellt und das Gas wurde über die Saar Ferngas AG Saarbrücken geliefert. 1952 wird der Bau der Riveristalsperre beschlossen. Die Bauarbeiten dauern bis 1957. 1963 wurde der Stadtteil Mariahof gegründet, der als erster Stadtteil von Trier mit Fernwärme versorgt werden sollte. Die nötige Wärme liefert bis heute das dazu errichtete Fernheizkraftwerk Mariahof.Die Umstellung auf Erdgas begann 1971. Der Vertrag mit der RWE über die Belieferung der Stadt mit Strom endet 1994 und die Stadtwerke Trier übernehmen ab 1998 vollständig die Einspeisung und den Betrieb der Netze.

Der selbst erzeugte Stromanteil mit dem die Stadtwerke Trier die angeschlossenen Haushalte beliefert, stammt aus mehreren Blockheizkraftwerken und einem Laufwasserkraftwerk. Der Anteil an Energie aus Kernkraft beträgt rund 18% und der Anteil an Strom aus regenerativen Energiequellen über 36%. Etwa 45% stammen aus fossilen und sonstigen Energieträgern. Das Trinkwasser, mit dem die Stadtwerke Trier die Stadt und die umliegende Region versorgen, stammt aus der Riveristalsperre und aus mehreren Tiefbrunnen im Kylltal. Vor Auslieferung an die Trierer Haushalte wird das Wasser in eigenen Aufbereitungsanlagen gefiltert und gereinigt. Das Fernheizwärmekraftwerk Mariahof versorgt mit seinen Kapazitäten über Kraft-Wärme-Kopplung fast 120.000 m² mit Fernwärme. Das erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk wurde im Jahre 2005 umfassend renoviert.

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