Stadtwerke Solingen

Als kommunaler Energieversorger beliefern die Stadtwerke Solingen die Haushalte der Stadt Solingen und des Umlandes mit Erdgas, Strom und Wasser. Weiterhin befindet sich der Öffentliche Personennahverkehr über die Verkehrsabteilung der Stadtwerke im Verantwortungsbereich, die Mitglied im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist. Gesellschafter der Stadtwerke Solingen ist die Beteiligungsgesellschaft der Stadt Solingen GmbH und die MVV Energie AG Mannheim.

Die Ursprünge der Stadtwerke Solingen liegen in der Gründung der ersten Gasanstalt im Jahr 1859. Bereits 1883 folgte das erste Wasserwerk und 1897 gründete die Stadt einen eigenständigen Verkehrsbetrieb. Mit der Errichtung des ersten Elektrizitätswerks 1897 in Müngsten war der Grundstock für die Versorgung der Einwohner Solingens mit Energie und Wasser gelegt. Um die Wasserversorgung dem steigenden Bedarf anzupassen, wurde die Solinger Talsperre erbaut und 1903 in Betrieb genommen. Nach dem 2. Weltkrieg haben die Stadtwerke Solingen vier Betriebszweige: Elektrizität, Gas, Wasser und den Bäderbetrieb. 1952 wird der Straßenbahnbetrieb eingestellt und durch Buslinien ersetzt. Sechs Jahre später wurden der Verkehrs- und der Versorgungsbetrieb zusammengelegt. 1970 kam mit dem Bau eines Heizkraftwerkes der Betriebszweig Fernwärme hinzu und 1995 wurden die Stadtwerke Solingen in eine GmbH umgewandelt.

Die Stadtwerke Solingen verteilen den elektrischen Strom über 1.500 km Leitungsnetz an über 30.000 Hausanschlüsse. Etwa 16% des Stroms stammen aus der Kernenergie, rund 57% aus fossilen und sonstigen Energieträgern und über ein Viertel aus erneuerbaren Energien unter anderem aus Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie. Mit einer eigenen Photovoltaikanlage sind die Stadtwerke Solingen selbst Solarenergieerzeuger. Das Erdgas für Solingen bezieht die Stadtwerke von der E.ON Ruhrgas AG als Vorlieferanten und beliefert damit rund 37.000 Kunden mit einem Versorgungsnetz von insgesamt 480 km. Über die Solinger und die Sengbachtalsperre versorgen die Stadtwerke Solingen die Haushalte mit Trinkwasser. Das Wasser aus der Sengbachtalsperre wird im Wasserwerk Glüdern aufbereitet. Das Talsperrenwasser ist besonders weich, die Einhaltung der Werte gemäß der Trinkwasserqualität wird täglich anhand vieler Proben überprüft.

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