Stadtwerke Rosenheim
Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme sind die Kernprodukte, die die Stadtwerke Rosenheim als kommunaler Versorgungsdienstleister an die Stadt Rosenheim liefern. Weitere Geschäftsfelder sind die Entsorgung, der Betrieb eines Müllheizkraftwerkes, der Bäderbetrieb sowie Telekommunikations- und Mediendienstleistungen. Als Energiekonzept für die Zukunft planen die Stadtwerke Rosenheim eine Anhebung der Stromeigenproduktion zugunsten eines reduzierten Fremdbezuges. Weiterhin soll der Einsatz von fossilen Energieträgern vermindert werden und stattdessen verstärkt auf regenerative Energien sowie Strom und Wärme aus der Müllverbrennung Wert gelegt werden.
Im Jahr 1864 wurde die erste Gasanstalt in Rosenheim fertiggestellt. Nach einigen Jahren Verpachtung an ein Bankhaus übernahm die Stadt die Gasanstalt. 1875 und 1890 fanden Modernisierungsmaßnahmen statt. 1894 wurde die Beleuchtung der Straßenlaternen auf Elektrizität umgestellt. Nach einem letzten Umbau im Jahr 1929 wurde die Gasanstalt 1959 im Zuge des Anschlusses an die Münchner Gasversorgung stillgelegt. Den Bäderbetrieb in Rosenheim gibt es bereits seit 1860. In diesem Jahr wurde das Freibad als Militärbad errichtet und genutzt. 1872 wurde es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und seit 1984 sind die Stadtwerke Rosenheim für den Betrieb verantwortlich.
Die Stadtwerke Rosenheim sichern die Stromversorgung der Rosenheimer über zwei Umspannwerke, sechs Schalthäuser und 325 Trafostationen. Der selbst produzierte Strom der Stadtwerke Rosenheim kommt seit über 110 Jahren aus dem Wasserkraftwerk Oberwöhr und seit seiner Inbetriebnahme im Jahre 1955 auch aus dem Müllheizkraftwerk Hamm-Uentrop. Damit erreichen die Stadtwerke Rosenheim einen Eigenanteil an der Stromproduktion von 25%. Die Stadtwerke Rosenheim beliefern fast 7.000 Hausanschlüsse mit Erdgas, das an zwei Übergabestationen abgenommen und über das 270km lange Versorgungsnetz verteilt wird. Das Trinkwasser der Stadt Rosenheim kommt aus den Tiefen des Mangfalltals und wird dort über 5 Filterbrunnen aus 40 Meter Tiefe gefördert. Die Fernwärme wird von den Stadtwerken Rosenheim an 544 Haushalte verteilt und wird im Müllheizkraftwerk aus Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Das Müllheizkraftwerk erzeugt jährlich Strom und Wärme aus ca. 60.000t Haus- und Gewerbemüll. Durch die Modernisierung mit Gasmotoren wird für die Stromerzeugung ein Wirkungsgrad von 54% erreicht.
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