Heizkörper entlüften

Wer kennt es nicht, das Gluckern in den Heizkörpern, das meist mit bestenfalls laufwarmen Temperaturen verbunden ist? Eine weitere Begleiterscheinung ist eine Heizungsanlage, die alles gibt, vor allem Energie und dennoch wird’s nicht warm im Haus. Das sind klare Indizien, die auf Luft im Heizkreislauf hindeuten. Befindet sich erst einmal Luft im Heizkreislauf, wird diese durch das Wasser bis zum letzten Heizkörper gedrückt und bleibt dort. Der Raum, in dem sich der letzte Heizkörper der Heizungsanlage befindet, wird nicht mehr ordentlich beheizt, obwohl das Ventil am Heizkörper bis zur höchsten Stellung aufgedreht ist. Das liegt daran, dass der Heizkörper nicht mehr mit dem warmen Wasser aus dem Heizkreislauf befüllt werden kann, weil die darin befindliche Luft das verhindert.

Luft in einem Heizkreislauf kann zu einer unnötigen Erhöhung der Heizkosten führen, da aufgrund der Tatsache, dass die Heizkörper nicht mit ihrer vollen Heizfläche genutzt werden können, die Heizungsanlage mehr leisten muss, um die eingestellten Temperaturen zu erreichen. Trotzdem werden die Räume nicht warm und man neigt eher dazu, die Heiztemperatur zu erhöhen. Aber das muss nicht sein, denn es ist völlig unkompliziert, eine Heizungsanlage zu entlüften.

Der erste Schritt ist immer die Entlüftung der einzelnen Heizkörper. Dafür gibt es einen speziellen, kleinen Schlüssel, der in Baumärkten und im Fachhandel erhältlich ist. Mit diesem Schlüssel wird das Entlüftungsventil am Heizkörper, das die Form eines Vierkants hat, geöffnet. Sofort ist ein Zischen zu hören, das darauf zurückzuführen ist, dass die Luft durch das Ventil entweicht. Das Ventil muss geöffnet sein, bis keine Luft mehr entweicht, sondern Wasser austritt. Um Verunreinigungen in der Wohnung zu vermeiden, sollte während der Entlüftung ein Tuch vor das Ventil gehalten werden. Mit dem Entlüften beginnt man beim ersten Heizkörper im Heizkreislauf und endet beim letzten. Fußbodenheizungen verfügen nicht über Heizkörper, aber je nach Bauart über ein Ventil im Raum oder in der zentralen Heizverteilung.

Befindet sich zu viel Luft im Heizkreislauf, dann muss während des Entlüftens an der Heizungsanlage Wasser eingelassen werden. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich im Zuleitungsschlauch keine Luft befindet.

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