Die richtige Luftfeuchtigkeit

Während der Heizperiode ist die Luft in vielen Häusern zu trocken, da die Beheizung sie austrocknet und weniger gelüftet wird, so dass keine feuchte Luft in ein Gebäude eindringen kann. Das ist nicht nur ungesund, weil es Schleimhäute austrocknet und somit für Erkältungsanfälligkeit sorgt, sondern es kostet auch Heizenergie. Die Ursache liegt darin, dass feuchte Luft wärmer empfunden wird als trockene. Man kennt es aus dem Urlaub in südlichen Ländern. Wer die in Deutschland vorherrschende feuchte Atlantikluft gewohnt ist, empfindet die sommerliche, trockene Wärme im Süden als angenehm und weniger belastend.

Dasselbe Prinzip kann auch auf das Innenraumklima angewendet werden, nur umgekehrt. Man nutzt die Tatsache, dass feuchte Luft wärmer empfunden wird und muss sie weniger aufheizen, denn dieses Empfinden setzt nicht erst bei Temperaturen über 25 Grad Celsius ein, sondern bei allen Temperaturen, wird nur bei niedrigen Temperaturen nicht so stark empfunden. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 50 %.

Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in Innenräumen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste Methode besteht darin, genügend Pflanzen im Raum zu verteilen, die nicht nur regelmäßig gegossen werden, sondern deren Blätter man auch täglich mit klarem Wasser einsprüht. Das tut den Pflanzen gut und schafft ein gesundes Raumklima. Allseits bekannt sind Luftbefeuchter, die mit Wasser befüllt und an den Heizkörpern angebracht werden. Durch den direkten Kontakt mit dem Heizkörper verdunstet das Wasser relativ schnell und gibt Feuchtigkeit an die Raumluft ab.

In den letzten Jahren werden im Elektrofachhandel elektrische Luftbefeuchter angeboten, die sich auf eine gewünschte Luftfeuchtigkeit im Raum einstellen lassen. Auch Springbrunnen mit elektrisch betriebenen Pumpen und die in Mode gek ommenen Vernebler sorgen für ein gesundes Raumklima bei ausreichender Luftfeuchtigkeit. Es sollte jedoch bedacht werden, dass diese Geräte elektrisch betrieben werden und daher Strom verbrauchen, um das richtige Raumklima zu erzeugen. Aus Gründen der Energieersparnis bietet es sich an, auf natürliche und mechanische Methoden zurück zu greifen.

Kann die Raumtemperatur aufgrund des subjektiven Temperaturempfindens um nur ein Grad Celsius gesenkt werden, so reduzieren sich die Heizkosten um rund sechs Prozent.

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